Longevity

VIP

VIP wird in Forschungsprotokollen primär intranasal angewendet — typisch 50 µg pro Nasenloch (100 µg gesamt), ein- bis viermal täglich. Die rekonstituierte Lösung wird in einen Nasenspray-Applikator gezogen; Titration erfolgt in µg. Ein 10-mg-Vial wird z. B. mit 2,0 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert (5.000 µg/ml).

Zuletzt geprüft: 13.07.2026intranasal (Nasenspray), mehrmals täglichZyklus: 4–12 Wochen (mindestens 30 Tage), Fortführung biomarker-orientiert.
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Auf einen Blick

VIP ist ein körpereigenes Neuropeptid aus 28 Aminosäuren, das als Agonist an den Rezeptoren VPAC1 und VPAC2 wirkt. In der präklinischen Forschung wird es vor allem auf gefäßerweiternde, entzündungshemmende und neuroprotektive Eigenschaften untersucht — häufig im Kontext des chronisch-inflammatorischen Response-Syndroms (CIRS) nach Schimmel-/Feuchteschaden-Exposition. Anders als die meisten Forschungspeptide wird VIP wegen seiner sehr kurzen Halbwertszeit überwiegend intranasal statt subkutan verabreicht.

KlasseKörpereigenes 28-AS-Neuropeptid
ZielVPAC1- / VPAC2-Rezeptor-Agonist
GabePrimär intranasal (Nasenspray)
Standard-Dosis50 µg / Nasenloch, 1–4×/Tag
Zyklus4–12 Wochen, biomarker-orientiert
StatusNur für Forschungszwecke

Rekonstitution & Titration

Werte je Vial-Größe. Die Dosis bleibt gleich — nur die abzulesenden Spritzen-Einheiten ändern sich mit der Konzentration.

10 mg Vial

5,00 mg/ml

2 ml BAC-Wasser · ≈ 50 µg / Einheit (U-100) — Aufzieh-Referenz für den Nasen-Applikator

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 150 µg, 1–2×/Tag1 U (0,01 ml) je Gabe
Woche 2–450 µg / Nasenloch (100 µg), 2–4×/Tag2 U (0,02 ml) je Gabe
Woche 4+50 µg / Nasenloch (100 µg), 4×/Tag2 U (0,02 ml) je Gabe

10 mg Vial

2,00 mg/ml

5 ml BAC-Wasser · ≈ 20 µg / Einheit (U-100) — verdünnter, feinere Titration

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 150 µg, 1–2×/Tag2,5 U (0,025 ml) je Gabe
Woche 2–4100 µg, 2–4×/Tag5 U (0,05 ml) je Gabe
Woche 4+100 µg, 4×/Tag5 U (0,05 ml) je Gabe
Rekonstitution — Schritt für Schritt
  1. Bakteriostatisches Wasser (z. B. 2,0 ml) mit steriler Spritze aufziehen.
  2. Langsam an der Vial-Wand einlaufen lassen — kein Schäumen, VIP ist empfindlich.
  3. Sanft schwenken oder rollen, bis das Lyophilisat vollständig gelöst ist (nicht schütteln).
  4. Zur intranasalen Gabe die benötigte Menge in einen sterilen Nasenspray-Applikator überführen bzw. einzelne Dosen frisch aufziehen.
  5. Beschriften und bei 2–8 °C lichtgeschützt kühlen.

Benötigtes Material

Richtwerte (Supplies), um einen Zyklus vollständig durchzuplanen.

DauerVialsSpritzenBAC-WasserTupfer
4 Wochen≈ 2 Vials (10 mg)1 Nasenspray-Applikator (+ Zieh-Spritzen n. B.)1 Fläschchen (10 ml)56 Alkoholtupfer
8 Wochen≈ 4 Vials (10 mg)1–2 Nasenspray-Applikatoren1 Fläschchen (10 ml)112 Alkoholtupfer
12 Wochen≈ 5–6 Vials (10 mg)2 Nasenspray-Applikatoren2 Fläschchen168 Alkoholtupfer

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Protokoll-Überblick

Ziel

Untersuchung entzündungsmodulierender und gefäßerweiternder VPAC-Signalwege auf Basis präklinischer Evidenz.

Dosis-Bereich

Intranasal 50 µg pro Nasenloch (100 µg gesamt), 1–4× täglich; subkutan als Alternative 50–100 µg einmal täglich.

Gabe

intranasal (Nasenspray), mehrmals täglich

Zyklus

4–12 Wochen (mindestens 30 Tage), Fortführung biomarker-orientiert.

Wie es wirkt

Mechanismus

VIP bindet als Agonist an die G-Protein-gekoppelten Rezeptoren VPAC1 und VPAC2 und steigert die intrazelluläre cAMP-Bildung. Präklinisch löst dies eine gefäßerweiternde (vasodilatatorische), bronchienerweiternde, entzündungshemmende und neuroprotektive Signalkaskade aus. In der Immunforschung gilt VIP als endogener Regulator, der die Balance zwischen pro- und anti-inflammatorischen Botenstoffen verschiebt. Im CIRS-Kontext (chronisch-inflammatorisches Response-Syndrom nach Exposition gegenüber wasserschadengeschädigten Gebäuden) wird die intranasale Gabe als abschließender Schritt beschrieben, um veränderte Inflammations-Marker (u. a. TGF-β1, MMP-9, C4a, VEGF) zu normalisieren. Wegen der sehr kurzen Plasma-Halbwertszeit (Minutenbereich) wird VIP häufig dosiert oder intranasal verabreicht. Große kontrollierte Wirksamkeitsdaten am Menschen fehlen bislang.

Lagerung & Handhabung

Lagerung
  • Lyophilisiert bei −20 °C, trocken und dunkel lagern.
  • Nach dem Auflösen bei 2–8 °C kühlen und lichtgeschützt aufbewahren; innerhalb von ~30 Tagen verwenden, nicht wieder einfrieren.
  • Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur bringen, um Kondensation zu vermeiden.
Wichtige Hinweise
  • VIP wird primär INTRANASAL angewendet: die rekonstituierte Lösung wird in einen sterilen Nasenspray-Applikator geladen und in µg pro Nasenloch dosiert — nicht als Standard-SubQ-Injektion gedacht.
  • Wegen des möglichen Blutdruckabfalls niedrig einsteigen (z. B. 50 µg 1–2×/Tag) und die Verträglichkeit prüfen, bevor auf bis zu 4×/Tag titriert wird.
  • Nasenspray-Applikator und Aufziehmaterial steril halten; Applikator nicht mit anderen teilen.
  • Dosis, Frequenz und etwaige Kreislaufsymptome dokumentieren, um konsistent zu bleiben.
  • Humandaten zu VIP sind vorläufig; klinische Entscheidungen gehören in qualifizierte ärztliche Hand.

Klinischer Nutzen & Nebenwirkungen

Nutzen
  • Wirkt in präklinischen Modellen entzündungshemmend über eine Verschiebung des Zytokin-Milieus (VPAC-vermittelt).
  • Zeigt gefäß- und bronchienerweiternde Effekte; inhalatives VIP wurde bei pulmonaler Hypertonie experimentell untersucht.
  • Wird im CIRS-Protokoll mit einer Normalisierung veränderter Inflammations-Biomarker in Verbindung gebracht (Beobachtungsdaten).
Grenzen
  • Blutdruckabfall ist die Hauptsorge — mögliche Symptome sind Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsgefühl (Vorsicht bei niedrigem Blutdruck).
  • Vorübergehende Hautrötung / Flush durch die gefäßerweiternde Wirkung.
  • Gelegentlich weicher Stuhl oder Durchfall über glattmuskuläre GI-Effekte; lokale Nasenreizung bei intranasaler Gabe.
  • Humandaten sind begrenzt; große kontrollierte klinische Studien speziell zu VIP fehlen.

Lifestyle-Faktoren

Begleitende Faktoren
  • Vor und während der Anwendung auf niedrigen Blutdruck achten — erste Gaben im Sitzen und nicht auf nüchternen, dehydrierten Zustand.
  • Bei CIRS-Kontext die zugrunde liegende Expositionsquelle (Feuchte-/Schimmelschaden) sanieren, sonst bleibt die Belastung bestehen.
  • Ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte, um Kreislaufreaktionen abzufedern.
  • Verlauf und mögliche Kreislaufsymptome dokumentieren; Anwendung nur mit qualifizierter fachlicher Begleitung planen.
Person, die gesunde Lebensgewohnheiten lebt

Injektions-Technik

Subkutan

Intranasale Anwendung (kein subkutaner Standard): Hände waschen und Nase leicht schnäuzen. Applikator vor der ersten Gabe anpumpen. Applikator-Spitze aufrecht in ein Nasenloch einführen, das andere Nasenloch leicht zuhalten und während eines sanften Einatmens sprühen (ca. 50 µg pro Nasenloch). Für die Gesamtdosis auf der anderen Seite wiederholen; Nasenlöcher pro Anwendung wechseln. Erste Gaben im Sitzen wegen möglichem Blutdruckabfall. Wird ausnahmsweise subkutan getestet, gelten die üblichen SubQ-Regeln (Alkoholreinigung, Hautfalte, 45–90°, langsam injizieren, Stellen rotieren).

Häufige Kombinationen

Stack

KPV

Anti-inflammatorischer Kontext — beide werden auf Entzündungsmodulation untersucht.

Zu KPV
Stack

Thymosin α1

Immun-fokussierter Kontext, oft im CIRS-/Immunprotokoll zusammen geführt.

Zu Thymosin α1

Partner-Empfehlung: BIONIX Research ist ein Partner von LEVION. LEVION verkauft selbst nichts.

Häufige Fragen

Die Antworten, die du suchst — ohne Umschweife. Evidenzbasiert, wo die Forschung klar ist. Praxisnah, wo sie schweigt.

Warum wird VIP intranasal statt gespritzt angewendet?
VIP hat eine sehr kurze Halbwertszeit von nur wenigen Minuten. Die intranasale Gabe über einen Nasenspray-Applikator ist der in Forschungsprotokollen übliche Weg (z. B. Shoemaker-CIRS-Protokoll), weil sie praktikabel und mehrmals täglich wiederholbar ist. Subkutan wird nur ausnahmsweise beschrieben.
Wie wird VIP dosiert?
Intranasal typisch 50 µg pro Nasenloch (100 µg gesamt), ein- bis viermal täglich. Man startet niedrig (50 µg, 1–2×/Tag) und titriert bei guter Verträglichkeit nach oben.
Wie wird VIP rekonstituiert?
Ein 10-mg-Vial wird z. B. mit 2,0 ml bakteriostatischem Wasser gelöst — das ergibt 5.000 µg/ml (≈ 50 µg pro U-100-Einheit als Aufzieh-Referenz). Die Lösung wird anschließend in einen sterilen Nasenspray-Applikator überführt.
Welche Nebenwirkungen hat VIP?
Am wichtigsten ist ein möglicher Blutdruckabfall mit Schwindel oder Benommenheit — daher niedrig einsteigen und im Sitzen anwenden. Möglich sind außerdem vorübergehende Hautrötung (Flush), weicher Stuhl und lokale Nasenreizung.
Ist VIP zugelassen?
Nein. VIP ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie; die Humandaten sind vorläufig und stammen überwiegend aus präklinischen sowie Beobachtungs-Kontexten.

Woher diese Zahlen kommen.

Alles, was wir als konkrete Größe nennen, hat eine Quelle. Hier ist, woher die Zahlen auf dieser Seite stammen — und wo die Lücke zwischen Studie und Coaching-Erfahrung liegt.

Rezeptoren

Harmar A.J. et al., British Journal of Pharmacology — Pharmakologie & Funktion der VPAC1-/VPAC2-Rezeptoren für VIP und PACAP.

Immunfunktion

Delgado M., Ganea D., Amino Acids — VIP als Neuropeptid mit pleiotropen Immunfunktionen.

Immunmodulation

Delgado M., Pozo D., Ganea D., Pharmacological Reviews — Bedeutung von VIP in der Immunmodulation.

Anti-Inflammation

Gonzalez-Rey E., Chorny A., Delgado M., Nature Reviews Immunology — Regulation der Immuntoleranz durch anti-inflammatorische Neuropeptide.

Lunge

Petkov V. et al., Journal of Clinical Investigation — inhalatives VIP bei primärer pulmonaler Hypertonie.

GI-Physiologie

Iwasaki M., Akiba Y., Kaunitz J.D., F1000Research — aktuelle Erkenntnisse zur VIP-Physiologie im Gastrointestinaltrakt.

CIRS

Shoemaker R.C., House D., Ryan J.C., Health — intranasales VIP im chronisch-inflammatorischen Response-Syndrom nach Feuchteschaden-Exposition.

Injektion

Johns Hopkins Arthritis Center — subkutane Injektion (Anleitung).

Injektion · WHO

WHO — Leitlinie Sicherheitsspritzen (IM/ID/SC), 2016.

Injektion · CDC

CDC — subkutane Applikation (Winkel/Stelle, keine Aspiration).

Route

PMC — pharmakologische Aspekte der subkutanen Route.

VIP ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie. Die Angaben dienen ausschließlich Informations- und Forschungszwecken, sind keine zugelassene Fachinformation und kein medizinischer Rat. Kein Heilversprechen.