Longevity

Thymulin

Thymulin — ein zink-abhängiges Thymus-Hormon — wird in Forschungsprotokollen mit 5–10 mg täglich subkutan über einen 10-Tage-Kurs dosiert, 1–2× jährlich wiederholt. Ein 20-mg-Vial wird mit 2,0 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert (10 mg/ml).

Zuletzt geprüft: 13.07.2026täglich <strong>subkutan</strong> (Kurs-Schema)Zyklus: 10-Tage-Kurs, 1–2× pro Jahr wiederholt (statt Dauergabe).
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Auf einen Blick

Thymulin ist ein von Thymus-Epithelzellen gebildetes Nonapeptid (Glu-Ala-Lys-Ser-Gln-Gly-Gly-Ser-Asn), dessen biologische Aktivität an gebundenes Zink gekoppelt ist (Zink-Thymulin). Früher als FTS („facteur thymique sérique") bezeichnet, wird es präklinisch auf seine Rolle bei der T-Zell-Reifung und Immunmodulation untersucht. Im Research-Handel wird Thymulin eng mit Thymalin geführt — einem Thymus-Peptid-Extrakt (Khavinson-Bioregulator) — und teils gemeinsam als „Thymalin/Thymulin" angeboten; beide zielen auf die endokrine Thymus-Funktion, sind aber chemisch unterschiedlich.

KlasseZink-abhängiges Thymus-Hormon (Nonapeptid)
SequenzGlu-Ala-Lys-Ser-Gln-Gly-Gly-Ser-Asn (+ Zn²⁺)
GabeTäglich subkutan (Kurs)
Standard-Dosis5–10 mg / Tag
Zyklus10-Tage-Kurs, 1–2× jährlich
StatusNur für Forschungszwecke

Rekonstitution & Titration

Werte je Vial-Größe. Die Dosis bleibt gleich — nur die abzulesenden Spritzen-Einheiten ändern sich mit der Konzentration.

20 mg Vial

10 mg/ml

2 ml BAC-Wasser · ≈ 0,1 mg (100 µg) / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Tag 1–35 mg50 U (0,50 ml)
Tag 4–1010 mg100 U (1,00 ml)

10 mg Vial

10 mg/ml

1 ml BAC-Wasser · ≈ 0,1 mg (100 µg) / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Tag 1–35 mg50 U (0,50 ml)
Tag 4–1010 mg100 U (1,00 ml)
Rekonstitution — Schritt für Schritt
  1. 2,0 ml bakteriostatisches Wasser mit steriler Spritze aufziehen.
  2. Langsam an der Vial-Wand einlaufen lassen — kein Schäumen.
  3. Sanft schwenken oder rollen, bis alles gelöst ist (nicht schütteln).
  4. Beschriften und bei 2–8 °C lichtgeschützt kühlen.

Benötigtes Material

Richtwerte (Supplies), um einen Zyklus vollständig durchzuplanen.

DauerVialsSpritzenBAC-WasserTupfer
1 Kurs (10 Tage)≈ 5 Vials (20 mg)10 Insulinspritzen1 Fläschchen (10 ml)20 Alkoholtupfer
2 Kurse / Jahr≈ 9 Vials (20 mg)20 Insulinspritzen1–2 Fläschchen40 Alkoholtupfer
3 Kurse / Jahr≈ 13 Vials (20 mg)30 Insulinspritzen2 Fläschchen60 Alkoholtupfer

Material besorgen

Protokoll-Überblick

Ziel

Untersuchung immunmodulierender Effekte über die Thymus-Achse auf Basis präklinischer Evidenz.

Dosis-Bereich

5–10 mg täglich als kurzer Kurs (5–10 aufeinanderfolgende Tage).

Gabe

täglich subkutan (Kurs-Schema)

Zyklus

10-Tage-Kurs, 1–2× pro Jahr wiederholt (statt Dauergabe).

Wie es wirkt

Mechanismus

Thymulin ist ein Nonapeptid, das ausschließlich in Thymus-Epithelzellen gebildet wird. Seine biologische Aktivität hängt zwingend von einem im Verhältnis 1:1 gebundenen Zink-Ion ab — nur die Zink-Thymulin-Form ist aktiv, weshalb Thymulin-Spiegel eng an den Zinkstatus gekoppelt sind. Präklinisch fördert das Metallopeptid die intra- und extrathymische Differenzierung von T-Zellen, moduliert T-Zell-Subpopulationen und NK-Aktivität und ist Teil der Thymus-Neuroendokrin-Achse (Kommunikation mit der Hypophyse). Tiermodelle berichten zusätzlich entzündungshemmende und analgetische Effekte über eine Dämpfung proinflammatorischer Zytokine (u.a. IL-1β) und Prostaglandin-Signale. Das eng verwandte Thymalin ist ein Polypeptid-Extrakt aus Thymusgewebe (Khavinson-Bioregulator), der als Immunkorrektor eingesetzt und mit Normalisierung der T-Zell-Funktion sowie geroprotektiven Effekten in Kohorten älterer Menschen in Verbindung gebracht wird. Kontrollierte Wirksamkeitsdaten am Menschen im großen Maßstab fehlen bislang.

Lagerung & Handhabung

Lagerung
  • Lyophilisiert bei −20 °C, trocken und dunkel lagern.
  • Nach dem Auflösen bei 2–8 °C kühlen und innerhalb von 3–4 Wochen verbrauchen; wiederholtes Einfrieren/Auftauen vermeiden.
  • Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur bringen, um Kondensation zu vermeiden.
Wichtige Hinweise
  • Für jede Injektion eine neue sterile Insulinspritze verwenden und im Sharps-Container entsorgen.
  • Einstichstellen rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme), um lokale Reizungen zu reduzieren.
  • Kurs-Schema beachten: kurze Kuren (5–10 Tage) statt Dauergabe, 1–2× pro Jahr wiederholt.
  • Kurs-Tage und Stellen-Rotation dokumentieren, um konsistent zu bleiben.
  • Humandaten zu Thymulin/Thymalin sind vorläufig; klinische Entscheidungen gehören in qualifizierte ärztliche Hand.

Klinischer Nutzen & Nebenwirkungen

Nutzen
  • Induziert in präklinischen Modellen die T-Zell-Differenzierung und moduliert T-Zell-Subpopulationen sowie NK-Aktivität.
  • Zeigt in Tiermodellen entzündungshemmende und analgetische Effekte über die Dämpfung proinflammatorischer Zytokine.
  • Für das verwandte Thymalin berichten klinische Beobachtungen an älteren Kohorten eine reduzierte Infekthäufigkeit (Immunkorrektor-Anwendung).
  • In den untersuchten Protokollen bislang gut verträglich; schwere Nebenwirkungen selten berichtet.
Grenzen
  • Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Druckempfindlichkeit) oder vorübergehende Müdigkeit.
  • Zurückhaltung bei Autoimmunerkrankungen und nach Organtransplantation diskutiert (immunaktivierendes Potenzial).
  • Langzeit-Sicherheit und Wirksamkeit beim Menschen sind nicht abschließend geklärt; große kontrollierte Studien fehlen.

Lifestyle-Faktoren

Begleitende Faktoren
  • Auf ausreichende Zinkversorgung achten — die Thymulin-Aktivität ist strikt zink-abhängig; ein Zinkmangel senkt sie messbar.
  • Ausgewogene, protein- und mikronährstoffreiche Ernährung zur Unterstützung der Immunfunktion.
  • Schlaf und Stressmanagement priorisieren, da neuroendokrine Signale die Thymus-Funktion mitregulieren.
  • Moderate, regelmäßige Bewegung; Übertraining und andauernden Stress vermeiden.
Person, die gesunde Lebensgewohnheiten lebt

Injektions-Technik

Subkutan

Stopfen und Haut mit Alkohol reinigen und trocknen lassen. Hautfalte greifen, Nadel im 45–90°-Winkel ins Unterhautgewebe einführen. Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren; langsam und gleichmäßig injizieren. Einstichstellen systematisch rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme).

Häufige Kombinationen

Stack

Epitalon

Khavinson-Longevity-Kombination (Zirbeldrüse + Thymus).

Zu Epitalon

Partner-Empfehlung: BIONIX Research ist ein Partner von LEVION. LEVION verkauft selbst nichts.

Häufige Fragen

Die Antworten, die du suchst — ohne Umschweife. Evidenzbasiert, wo die Forschung klar ist. Praxisnah, wo sie schweigt.

Wie wird Thymulin dosiert?
In Forschungsprotokollen 5–10 mg einmal täglich subkutan als kurzer Kurs über 5–10 aufeinanderfolgende Tage, 1–2× pro Jahr wiederholt — keine Dauergabe.
Wie wird Thymulin rekonstituiert?
Ein 20-mg-Vial wird mit 2,0 ml bakteriostatischem Wasser gelöst — das ergibt 10 mg/ml, also ≈ 0,1 mg (100 µg) pro U-100-Einheit. 5 mg entsprechen 50 U (0,50 ml), 10 mg entsprechen 100 U (1,00 ml).
Was ist der Unterschied zwischen Thymulin und Thymalin?
Thymulin ist ein definiertes, zink-abhängiges Nonapeptid der Thymus-Epithelzellen (früher FTS). Thymalin ist ein Polypeptid-Extrakt aus Thymusgewebe (Khavinson-Bioregulator). Beide zielen auf die Thymus-Immunfunktion und werden im Handel oft gemeinsam als „Thymalin/Thymulin" geführt, sind aber chemisch unterschiedlich.
Warum ist Zink für Thymulin wichtig?
Thymulin ist nur in seiner zinkgebundenen Form biologisch aktiv (Zink-Thymulin, 1:1). Bei Zinkmangel sinkt die messbare Thymulin-Aktivität — deshalb wird der Zinkstatus in der Forschung mitbetrachtet.
Ist Thymulin zugelassen?
Nein. Thymulin ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie; die Humandaten sind vorläufig und große kontrollierte Studien fehlen.

Woher diese Zahlen kommen.

Alles, was wir als konkrete Größe nennen, hat eine Quelle. Hier ist, woher die Zahlen auf dieser Seite stammen — und wo die Lücke zwischen Studie und Coaching-Erfahrung liegt.

Review

Reggiani P.C. & Goya R.G. et al., Annals of the New York Academy of Sciences — Thymus-Neuroendokrin-Achse & therapeutisches Potenzial von Thymulin.

Zink-Abhängigkeit

Bach J.F. & Dardenne M., Medical Oncology and Tumor Pharmacotherapy (1989) — „Thymulin, a zinc-dependent hormone".

Physiologie

Reggiani P.C. et al., Current Pharmaceutical Design (2014) — Physiologie & therapeutisches Potenzial des Thymus-Peptids Thymulin.

Zinkmangel

Prasad A.S. et al., Journal of Clinical Investigation (1988) — Serum-Thymulin bei menschlichem Zinkmangel.

Anti-Inflammation

Safieh-Garabedian B. et al., British Journal of Pharmacology (2002) — potente analgetische & entzündungshemmende Wirkung eines Thymulin-verwandten Peptids (Ratte).

Thymalin

Khavinson V.Kh. et al., Biology Bulletin Reviews (2021) — Einsatz von Thymalin zur Immunkorrektur & molekulare Aspekte der Aktivität.

Longevity

Khavinson V.Kh. & Morozov V.G., Neuro Endocrinology Letters (2003) — Peptide von Zirbeldrüse & Thymus verlängern die Lebensspanne (Kohorten-Beobachtung).

Injektion

Johns Hopkins Arthritis Center — subkutane Injektion (Anleitung).

Injektion · WHO

WHO — Leitlinie Sicherheitsspritzen (IM/ID/SC), 2016.

Injektion · CDC

CDC — subkutane Applikation (Winkel/Stelle, keine Aspiration).

Route

PMC — pharmakologische Aspekte der subkutanen Route.

Thymulin ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie. Die Angaben dienen ausschließlich Informations- und Forschungszwecken, sind keine zugelassene Fachinformation und kein medizinischer Rat. Kein Heilversprechen.