Longevity

NAD+

NAD+ wird in Forschungsprotokollen mit 50–100 mg täglich langsam subkutan dosiert, mit vorsichtiger Titration über einen Zyklus von 8–16 Wochen. Ein 1000-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert (333,3 mg/ml). Wichtig: sehr langsam über 5–10 Sekunden injizieren, um Flush und Übelkeit zu vermeiden.

Zuletzt geprüft: 13.07.2026täglich langsam <strong>subkutan</strong> (über 5–10 Sekunden)Zyklus: 8–16 Wochen mit schrittweiser <strong>Titration</strong> von 50 mg auf 100 mg.
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Auf einen Blick

NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ist ein zentrales Coenzym des Zellstoffwechsels, das aus Niacin (Vitamin B3) aufgebaut wird. Es ist an Redoxreaktionen, mitochondrialer Energiegewinnung, DNA-Reparatur und der Aktivierung von Sirtuinen beteiligt. In der Longevity- und Stoffwechselforschung wird es untersucht, weil der zelluläre NAD+-Spiegel mit dem Alter und unter Stoffwechselstress abnimmt — ein Umstand, der mit nachlassender mitochondrialer Belastbarkeit in Verbindung gebracht wird. Anders als die meisten Peptide ist NAD+ kein Peptid, sondern ein Dinukleotid-Coenzym.

KlasseCoenzym (Dinukleotid, kein Peptid)
BausteinNicotinamid + Adenin, aus Niacin (B3)
GabeTäglich langsam subkutan
Standard-Dosis50–100 mg / Tag
Zyklus8–16 Wochen
StatusNur für Forschungszwecke

Rekonstitution & Titration

Werte je Vial-Größe. Die Dosis bleibt gleich — nur die abzulesenden Spritzen-Einheiten ändern sich mit der Konzentration.

1000 mg Vial

333,3 mg/ml

3 ml BAC-Wasser · ≈ 3,33 mg / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 150 mg15 U (0,15 ml)
Woche 275 mg≈ 23 U (0,225 ml)
Woche 3–16100 mg30 U (0,30 ml)

500 mg Vial

166,7 mg/ml

3 ml BAC-Wasser · ≈ 1,67 mg / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 150 mg30 U (0,30 ml)
Woche 275 mg45 U (0,45 ml)
Woche 3–16100 mg60 U (0,60 ml)
Rekonstitution — Schritt für Schritt
  1. 3,0 ml bakteriostatisches Wasser mit steriler Spritze aufziehen.
  2. Langsam an der Vial-Wand einlaufen lassen — kein Schäumen, nicht schütteln.
  3. Sanft schwenken oder rollen, bis eine klare Lösung entsteht.
  4. Mit Rekonstitutions-Datum beschriften und bei 2–8 °C lichtgeschützt kühlen.

Benötigtes Material

Richtwerte (Supplies), um einen Zyklus vollständig durchzuplanen.

DauerVialsSpritzenBAC-WasserTupfer
8 Wochen≈ 6 Vials (1000 mg)56 Insulinspritzen2 Fläschchen (10 ml)112 Alkoholtupfer
12 Wochen≈ 9 Vials (1000 mg)84 Insulinspritzen3 Fläschchen168 Alkoholtupfer
16 Wochen≈ 12 Vials (1000 mg)112 Insulinspritzen3 Fläschchen224 Alkoholtupfer

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Protokoll-Überblick

Ziel

Untersuchung von Zellenergie, mitochondrialer Funktion und Longevity-Signalwegen über die Auffüllung des zellulären NAD+-Pools auf Basis präklinischer und früher klinischer Evidenz.

Dosis-Bereich

50–100 mg täglich mit sehr vorsichtiger Titration von einer niedrigen Startdosis.

Gabe

täglich langsam subkutan (über 5–10 Sekunden)

Zyklus

8–16 Wochen mit schrittweiser Titration von 50 mg auf 100 mg.

Wie es wirkt

Mechanismus

NAD+ ist ein universelles Redox-Coenzym und überträgt als NAD+/NADH-Paar Elektronen in zentralen Energiewegen — Glykolyse, Citratzyklus und oxidative Phosphorylierung in den Mitochondrien. Über diese Rolle ist es direkt an der ATP-Bereitstellung beteiligt. Darüber hinaus dient NAD+ als Substrat für zwei Enzymfamilien: Sirtuine (SIRT1–7), die Stoffwechsel, Stressantwort und mitochondriale Biogenese regulieren, sowie PARP-Enzyme, die bei der DNA-Reparatur verbraucht werden. Weil der zelluläre NAD+-Spiegel mit dem Alter, unter chronischem Stress und bei metabolischer Belastung sinkt, zielt die Zufuhr darauf ab, den NAD+-Pool aufzufüllen und die von ihm abhängigen Reparatur- und Energieprozesse zu stützen. Frühe klinische Arbeiten stützen sich überwiegend auf intravenöse Hochdosis-Infusionen; kontrollierte Wirksamkeitsdaten zur subkutanen Gabe im großen Maßstab fehlen bislang.

Lagerung & Handhabung

Lagerung
  • Lyophilisiert bei −20 °C oder kälter, trocken und lichtgeschützt lagern; vor Feuchtigkeit schützen.
  • Nach dem Auflösen bei 2–8 °C kühlen und innerhalb von ~14 Tagen verwenden; lichtgeschützt aufbewahren, Einfrieren/Auftauen vermeiden.
  • Gekühltes Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur bringen, um Kondensation zu vermeiden.
Wichtige Hinweise
  • SEHR LANGSAM injizieren — über 5–10 Sekunden. Ein zu schneller subkutaner Push löst häufig Flush, Übelkeit und Engegefühl aus; langsames Spritzen minimiert diese Reaktionen und die Gewebereizung.
  • Mit einer niedrigen Startdosis beginnen und nur schrittweise steigern, um Flush und Unruhe zu begrenzen.
  • Für jede Injektion eine neue sterile Insulinspritze verwenden und im Sharps-Container entsorgen.
  • Einstichstellen rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme), um lokale Reizungen zu reduzieren.
  • Lösung vor jeder Anwendung auf Klarheit prüfen und bei Verfärbung verwerfen.
  • Humandaten zur subkutanen NAD+-Gabe sind vorläufig; klinische Entscheidungen gehören in qualifizierte ärztliche Hand.

Klinischer Nutzen & Nebenwirkungen

Nutzen
  • Füllt präklinisch den zellulären NAD+-Pool auf und unterstützt mitochondriale Energiegewinnung und Zellstoffwechsel.
  • Aktiviert über das Sirtuin- und PARP-System Signalwege der Stressantwort und DNA-Reparatur (Zell- und Tierdaten).
  • In frühen Untersuchungen mit kognitiver und metabolischer Unterstützung im Bereich von 100–300 mg/Tag in Verbindung gebracht.
  • Hochdosis-IV-Studien (500–1500 mg täglich) berichteten über reduziertes Verlangen und verbesserte Stimmung; das Nebenwirkungsprofil war überwiegend mild.
Grenzen
  • Bei zu schnellem Spritzen häufig Flush (Hitzegefühl, Gesichtsrötung), Übelkeit, Engegefühl in der Brust oder Unruhe — deshalb sehr langsam injizieren.
  • Gelegentlich leichte Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Juckreiz, Druckempfindlichkeit).
  • Vorübergehende Kopfschmerzen oder Flush, meist dosisabhängig.
  • Zu rasche Dosissteigerung kann Schlafstörungen, Angstgefühle oder Erschöpfung auslösen.
  • Humandaten zur subkutanen Gabe sind vorläufig; Langzeit-Sicherheit ist nicht abschließend geklärt.

Lifestyle-Faktoren

Begleitende Faktoren
  • NAD+-Vorstufen über die Ernährung zuführen (Niacin/Vitamin B3, Tryptophan) sowie unterstützende Mikronährstoffe beachten.
  • Regelmäßige Bewegung — Kraft und Ausdauer regen die körpereigene NAD+-Biosynthese und mitochondriale Anpassung an.
  • 7–9 Stunden Schlaf priorisieren, um Zellreparatur und NAD+-abhängige Regeneration zu fördern.
  • Chronischen Stress reduzieren; anhaltender Stress verbraucht NAD+ über die PARP-Aktivierung.
  • Übermäßigen Alkohol einschränken, da sein Abbau NAD+ verbraucht.
Person, die gesunde Lebensgewohnheiten lebt

Injektions-Technik

Subkutan

Stopfen und Haut mit Alkohol reinigen und trocknen lassen. Hautfalte greifen, Nadel im 45–90°-Winkel ins Unterhautgewebe einführen. Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren. Entscheidend: den Kolben SEHR LANGSAM über 5–10 Sekunden drücken — ein schneller Push provoziert Flush, Übelkeit und Engegefühl. Nach der Injektion kurz warten, bevor die Nadel zurückgezogen wird, und die Einstichstellen systematisch rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme).

Häufige Kombinationen

Stack

MOTS-c

Mitochondrien- & Longevity-Synergie — gemeinsamer Fokus auf Zellenergie und AMPK-Achse.

Zu MOTS-c
Stack

SS-31

Ergänzt die NAD+-Energiebereitstellung um mitochondriale Membranstabilität (Cardiolipin).

Zu SS-31
Stack

Epitalon

Longevity-Kombination mit Fokus auf Zellalterung und gesundes Altern.

Zu Epitalon

Partner-Empfehlung: BIONIX Research ist ein Partner von LEVION. LEVION verkauft selbst nichts.

Häufige Fragen

Die Antworten, die du suchst — ohne Umschweife. Evidenzbasiert, wo die Forschung klar ist. Praxisnah, wo sie schweigt.

Wie wird NAD+ dosiert?
In Forschungsprotokollen 50–100 mg einmal täglich langsam subkutan, mit Titration von 50 mg (Woche 1) über 75 mg (Woche 2) auf 100 mg ab Woche 3. Entscheidend ist, sehr langsam über 5–10 Sekunden zu injizieren.
Warum muss man NAD+ so langsam spritzen?
Ein zu schneller subkutaner Push löst häufig Flush (Hitzegefühl), Übelkeit und ein Engegefühl in der Brust aus. Wird über 5–10 Sekunden langsam injiziert, treten diese Reaktionen deutlich seltener und milder auf.
Wie wird NAD+ rekonstituiert?
Ein 1000-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser gelöst — das ergibt 333,3 mg/ml, also ≈ 3,33 mg pro U-100-Einheit. 50 mg entsprechen 15 Einheiten (0,15 ml), 100 mg entsprechen 30 Einheiten (0,30 ml).
Was macht NAD+ im Körper?
NAD+ ist ein zentrales Redox-Coenzym der Energiegewinnung und dient zugleich als Substrat für Sirtuine (Stoffwechsel- und Stressregulation) und PARP-Enzyme (DNA-Reparatur). Der zelluläre NAD+-Spiegel sinkt mit dem Alter — die Zufuhr zielt darauf ab, diesen Pool aufzufüllen.
Ist NAD+ zugelassen?
Nein. Injizierbares NAD+ ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie; die Humandaten, besonders zur subkutanen Gabe, sind vorläufig.

Woher diese Zahlen kommen.

Alles, was wir als konkrete Größe nennen, hat eine Quelle. Hier ist, woher die Zahlen auf dieser Seite stammen — und wo die Lücke zwischen Studie und Coaching-Erfahrung liegt.

Metabolismus

Covarrubias A.J. et al., Nature Reviews Molecular Cell Biology — NAD+-Metabolismus, seine Rolle bei Alterung und therapeutische Ansätze.

Sirtuine

Verdin E., Science (2015) — NAD+ in Alterung, Stoffwechsel und Neurodegeneration (Sirtuin-Achse).

NAD-Booster

Rajman L., Chwalek K., Sinclair D.A., Cell Metabolism (2018) — therapeutisches Potenzial NAD+-steigernder Moleküle (In-vivo-Evidenz).

Klinik

Braidy N. & Liu Y., Pharmaceuticals (Basel, MDPI) (2020) — klinische Evidenz zur therapeutischen Adressierung von NAD+.

IV-Infusion

Grant R. et al., Frontiers in Aging Neuroscience (2019) — Pilotstudie zum Metabolom nach 750-mg-NAD+-Infusion.

Pilot

Broome S. et al., Current Psychiatry Research and Reviews (2022) — NAD+-/Enkephalinase-Infusionen, Pilot-Fallserie (n=50).

Injektion

Johns Hopkins Arthritis Center — subkutane Injektion (Anleitung).

Injektion · WHO

WHO — Leitlinie Sicherheitsspritzen (IM/ID/SC), 2016.

Injektion · CDC

CDC — subkutane Applikation (Winkel/Stelle, keine Aspiration).

Route

PMC — pharmakologische Aspekte der subkutanen Route.

Injizierbares NAD+ ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie. Die Angaben dienen ausschließlich Informations- und Forschungszwecken, sind keine zugelassene Fachinformation und kein medizinischer Rat. Kein Heilversprechen.