Longevity

Melanotan II

Melanotan II wird in Forschungsprotokollen einschleichend mit 250 µg bis 1 mg täglich subkutan dosiert (Ladephase 6–8 Wochen), danach 1–2× wöchentlich zur Erhaltung. Ein 10-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert (3,33 mg/ml).

Zuletzt geprüft: 13.07.2026täglich <strong>subkutan</strong> (Ladephase), danach 1–2× wöchentlichZyklus: 6–8 Wochen Ladephase, anschließend Erhaltungsgabe 1–2× wöchentlich.
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Auf einen Blick

Melanotan II (MT-2) ist ein synthetisches, zyklisches Heptapeptid-Analogon des α-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH). In der präklinischen und explorativen Forschung wird es als Agonist an Melanocortin-Rezeptoren untersucht — vor allem an MC1R (Melaninbildung & Hautpigmentierung) und MC4R (Einfluss auf Libido & Appetit), mit geringerer Aktivität an MC3R. Die zyklische Lactam-Struktur macht das Molekül stabiler und potenter als das natürliche α-MSH.

KlasseSynthetisches zyklisches Heptapeptid (α-MSH-Analogon)
ZieleMelanocortin-Rezeptoren MC1R / MC3R / MC4R
GabeSubkutan (täglich in der Ladephase)
Standard-Dosis250 µg – 1 mg / Tag
Zyklus6–8 Wochen Ladephase + Erhaltung
StatusNur für Forschungszwecke

Rekonstitution & Titration

Werte je Vial-Größe. Die Dosis bleibt gleich — nur die abzulesenden Spritzen-Einheiten ändern sich mit der Konzentration.

10 mg Vial

3,33 mg/ml

3 ml BAC-Wasser · ≈ 33,3 µg / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 1250 µg7,5 U (0,075 ml)
Woche 2500 µg15 U (0,15 ml)
Woche 3750 µg22,5 U (0,225 ml)
Woche 4–81 mg30 U (0,30 ml)
Erhaltung (ab Woche 8)500 µg – 1 mg, 1–2×/Woche15–30 U (0,15–0,30 ml)

5 mg Vial

1,67 mg/ml

3 ml BAC-Wasser · ≈ 16,7 µg / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 1250 µg15 U (0,15 ml)
Woche 2500 µg30 U (0,30 ml)
Woche 3750 µg45 U (0,45 ml)
Woche 4–81 mg60 U (0,60 ml)
Erhaltung (ab Woche 8)500 µg – 1 mg, 1–2×/Woche30–60 U (0,30–0,60 ml)
Rekonstitution — Schritt für Schritt
  1. 3,0 ml bakteriostatisches Wasser mit steriler Spritze aufziehen.
  2. Langsam an der Vial-Wand einlaufen lassen — kein Schäumen.
  3. Sanft schwenken oder rollen, bis alles gelöst ist (nicht schütteln).
  4. Beschriften und bei 2–8 °C lichtgeschützt kühlen.

Benötigtes Material

Richtwerte (Supplies), um einen Zyklus vollständig durchzuplanen.

DauerVialsSpritzenBAC-WasserTupfer
8 Wochen≈ 5 Vials (10 mg)56 Insulinspritzen2 Fläschchen (10 ml)112 Alkoholtupfer
12 Wochen≈ 8 Vials (10 mg)84 Insulinspritzen3 Fläschchen168 Alkoholtupfer
16 Wochen≈ 10 Vials (10 mg)112 Insulinspritzen3 Fläschchen224 Alkoholtupfer

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Protokoll-Überblick

Ziel

Untersuchung melanocortin-vermittelter Effekte auf Pigmentierung und Libido auf Basis präklinischer und explorativer Evidenz.

Dosis-Bereich

250 µg bis 1 mg täglich in der Ladephase mit schrittweiser Titration; danach 500 µg – 1 mg 1–2× wöchentlich zur Erhaltung.

Gabe

täglich subkutan (Ladephase), danach 1–2× wöchentlich

Zyklus

6–8 Wochen Ladephase, anschließend Erhaltungsgabe 1–2× wöchentlich.

Wie es wirkt

Mechanismus

Melanotan II ist ein nicht-selektiver Agonist an den Melanocortin-Rezeptoren. Über MC1R auf Melanozyten regt es die Melaninsynthese an, sodass in Untersuchungen eine Hautpigmentierung ohne UV-Reiz beobachtet wird — typischerweise nach mehreren aufeinanderfolgenden Tagesgaben. Über MC4R im zentralen Nervensystem werden Effekte auf Libido, sexuelle Funktion und Appetit vermittelt; MC3R wird ebenfalls angesprochen. Weil die Melaninbildung auch bestehende Pigmentstrukturen betrifft, können sich Muttermale, Sommersprossen und Pigmentflecken verdunkeln oder verändern — eine regelmäßige dermatologische Kontrolle ist deshalb wichtig. Bei hoher Dosierung wurden schwere sympathomimetische Reaktionen bis hin zu Rhabdomyolyse berichtet (Fallbericht bei 6 mg); als konservative Obergrenze gelten 2 mg pro Tag. Kontrollierte Wirksamkeits- und Langzeit-Sicherheitsdaten am Menschen im großen Maßstab fehlen bislang.

Lagerung & Handhabung

Lagerung
  • Lyophilisiert bei −20 °C, trocken und dunkel lagern.
  • Nach dem Auflösen bei 2–8 °C kühlen und innerhalb von 1–2 Wochen verwenden; nicht wieder einfrieren.
  • Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur bringen, um Kondensation zu vermeiden.
Wichtige Hinweise
  • Für jede Injektion eine neue sterile Insulinspritze verwenden und im Sharps-Container entsorgen.
  • Einstichstellen rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme), um lokale Reizungen zu reduzieren.
  • Langsam injizieren und vor dem Zurückziehen der Nadel kurz warten.
  • Muttermale und Pigmentveränderungen während der Anwendung engmaschig beobachten und bei Auffälligkeiten dermatologisch abklären lassen.
  • Die harte Obergrenze von 2 mg/Tag nicht überschreiten und einschleichend dosieren.
  • Humandaten zu Melanotan II sind vorläufig; klinische Entscheidungen gehören in qualifizierte ärztliche Hand.

Klinischer Nutzen & Nebenwirkungen

Nutzen
  • Aktiviert präklinisch MC1R auf Melanozyten und regt die Melaninsynthese an — Pigmentierung ohne UV-Reiz wird in Untersuchungen nach mehreren Tagesgaben beobachtet.
  • MC4R-Aktivierung wird in frühen Humanstudien mit Effekten auf Libido und sexuelle Funktion in Verbindung gebracht.
  • Eine Erhaltungsgabe (1–2× wöchentlich) hält die aufgebaute Pigmentierung in Untersuchungen aufrecht.
  • Höhere Potenz und Stabilität als das natürliche α-MSH durch die zyklische Lactam-Struktur.
Grenzen
  • Übelkeit — vor allem zu Beginn und bei höheren Dosen (dosisabhängig), meist vorübergehend.
  • Gesichts-Flush, Wärmegefühl der Haut sowie mögliche vorübergehende Anstiege von Herzfrequenz und Blutdruck.
  • Dunkler werdende oder sich verändernde Muttermale, Sommersprossen und Pigmentflecken — regelmäßige Selbstkontrolle und dermatologisches Monitoring sind wichtig; neue oder veränderte Läsionen ärztlich abklären lassen.
  • Appetitminderung, leichte Müdigkeit, spontane Erektionen sowie lokale Reaktionen an der Einstichstelle.
  • Bei hohen Dosen wurden schwere sympathomimetische Symptome und Rhabdomyolyse berichtet (Fallbericht bei 6 mg) — 2 mg/Tag nie überschreiten.
  • Nicht zugelassen; Langzeit-Sicherheit sowie ein theoretisches Melanom-Risiko beim Menschen sind nicht abschließend geklärt.

Lifestyle-Faktoren

Begleitende Faktoren
  • Sonnenschutz weiter konsequent nutzen — MT-2 erzeugt zwar Pigment ohne UV, senkt das Hautkrebsrisiko dadurch aber nicht.
  • Haut und Muttermale regelmäßig kontrollieren; neue, wachsende oder farblich veränderte Läsionen dermatologisch abklären lassen.
  • Konservativ und einschleichend dosieren; die Obergrenze von 2 mg/Tag nie überschreiten.
  • Ausreichend trinken, besonders wenn zu Beginn Übelkeit auftritt.
  • Tagesdosis, Einstichstelle und beobachtete Nebenwirkungen dokumentieren.
Person, die gesunde Lebensgewohnheiten lebt

Injektions-Technik

Subkutan

Stopfen und Haut mit Alkohol reinigen und trocknen lassen. Hautfalte greifen, Nadel im 45–90°-Winkel ins Unterhautgewebe einführen. Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren; langsam und gleichmäßig injizieren. Einstichstellen systematisch rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme).

Häufige Kombinationen

Stack

PT-141 (Bremelanotide)

Melanocortin-Verwandter — aus Melanotan II abgeleitet, MC4R-fokussiert für Libido ohne Pigmentaufbau.

Zu PT-141 (Bremelanotide)
Stack

GHK-Cu

Ergänzender Haut- und Bindegewebs-Fokus; als eigenständiges Protokoll geführt, nicht als belegter Co-Zyklus.

Zu GHK-Cu

Partner-Empfehlung: BIONIX Research ist ein Partner von LEVION. LEVION verkauft selbst nichts.

Häufige Fragen

Die Antworten, die du suchst — ohne Umschweife. Evidenzbasiert, wo die Forschung klar ist. Praxisnah, wo sie schweigt.

Wie wird Melanotan II dosiert?
In Forschungsprotokollen einschleichend: 250 µg (Woche 1), 500 µg (Woche 2), 750 µg (Woche 3) und 1 mg ab Woche 4, einmal täglich subkutan über eine Ladephase von 6–8 Wochen. Danach 500 µg – 1 mg nur noch 1–2× wöchentlich zur Erhaltung. Die Obergrenze von 2 mg/Tag wird nie überschritten.
Wie wird Melanotan II rekonstituiert?
Ein 10-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser gelöst — das ergibt 3,33 mg/ml, also ≈ 33,3 µg pro U-100-Einheit. 250 µg entsprechen damit rund 7,5 Einheiten (0,075 ml).
Worauf muss ich bei Muttermalen und der Haut achten?
Melanotan II kann bestehende Muttermale, Sommersprossen und Pigmentflecken dunkler werden lassen oder verändern. Deshalb sind regelmäßige Selbstkontrolle und dermatologisches Monitoring wichtig; neue, wachsende oder farblich veränderte Läsionen sollten ärztlich abgeklärt werden. Sonnenschutz bleibt notwendig, da das Hautkrebsrisiko nicht gesenkt wird.
Ist Melanotan II zugelassen?
Nein. Melanotan II ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie; die Humandaten sind vorläufig, und bei hohen Dosen wurden schwere Nebenwirkungen berichtet.
Womit wird Melanotan II verglichen oder kombiniert?
Am nächsten verwandt ist PT-141 (Bremelanotide), das aus Melanotan II abgeleitet wurde und über MC4R vor allem auf die Libido zielt, ohne die Pigmentierung anzuregen. GHK-Cu wird gelegentlich für den Haut-Fokus genannt, jedoch als eigenständiges Protokoll und nicht als belegter Co-Zyklus.

Woher diese Zahlen kommen.

Alles, was wir als konkrete Größe nennen, hat eine Quelle. Hier ist, woher die Zahlen auf dieser Seite stammen — und wo die Lücke zwischen Studie und Coaching-Erfahrung liegt.

Phase I

Dorr R.T. et al., Life Sciences (1996) — Melanotan-II als superpotentes zyklisches Melanotropin-Peptid, Pilot-Phase-I-Studie (Pigmentierung & Verträglichkeit).

MC4R · Libido

Wessells H. et al., The Journal of Urology (1998) — synthetisches Melanotropin-Peptid löst Erektionen aus (placebokontrollierte Crossover-Studie, MC4R).

Sicherheit

Nelson M.E. et al., Clinical Toxicology (2012) — Fallbericht: systemische Toxizität und Rhabdomyolyse nach Melanotan-II-Injektion.

Dermatologie

DermNet NZ — dermatologische Einordnung von Melanotan II: Nebenwirkungen, Muttermal-Monitoring und Risiken.

Übersicht

RxList — pharmakologischer Überblick zu Melanotan II (Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierungshinweise).

Injektion

Johns Hopkins Arthritis Center — subkutane Injektion (Anleitung).

Injektion · WHO

WHO — Leitlinie Sicherheitsspritzen (IM/ID/SC), 2016.

Injektion · CDC

CDC — subkutane Applikation (Winkel/Stelle, keine Aspiration).

Route

PMC — pharmakologische Aspekte der subkutanen Route.

Melanotan II ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie. Die Angaben dienen ausschließlich Informations- und Forschungszwecken, sind keine zugelassene Fachinformation und kein medizinischer Rat. Kein Heil- oder Kosmetikversprechen.