Longevity

CJC-1295 (no DAC)

CJC-1295 (no DAC) wird in Forschungsprotokollen mit 100–300 µg täglich subkutan dosiert, über einen Zyklus von 8–12 Wochen (optional bis 16). Ein 5-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser rekonstituiert (1,67 mg/ml).

Zuletzt geprüft: 13.07.2026täglich abends <strong>subkutan</strong>Zyklus: 8–12 Wochen, optional bis 16 Wochen.
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Auf einen Blick

CJC-1295 (no DAC) — auch als Modified GRF (1–29) bzw. Mod GRF bekannt — ist ein synthetisches 29-Aminosäuren-Analog des Growth-Hormone-Releasing-Hormons (GHRH) mit vier stabilisierenden Aminosäure-Austauschen. Anders als die DAC-Variante trägt es KEINE Drug-Affinity-Complex-Modifikation und hat entsprechend eine kurze Halbwertszeit von etwa 30 Minuten. In der präklinischen und klinischen Forschung wird es darauf untersucht, die körpereigene, pulsatile Wachstumshormon-Ausschüttung anzustoßen und den IGF-1-Spiegel anzuheben, ohne die physiologische Rückkopplung zu umgehen.

KlasseSynthetisches 29-AS-GHRH-Analog
HerkunftGHRH(1–29), 4-fach stabilisiert (ohne DAC)
GabeTäglich subkutan (abends)
Standard-Dosis100–300 µg / Tag
Zyklus8–12 Wochen (bis 16)
StatusNur für Forschungszwecke

Rekonstitution & Titration

Werte je Vial-Größe. Die Dosis bleibt gleich — nur die abzulesenden Spritzen-Einheiten ändern sich mit der Konzentration.

5 mg Vial

1,67 mg/ml

3 ml BAC-Wasser · ≈ 16,7 µg / Einheit (U-100)

ZeitraumDosisEinheiten
Woche 1–2100 µg6 U (0,06 ml)
Woche 3–4150 µg9 U (0,09 ml)
Woche 5–6200 µg12 U (0,12 ml)
Woche 7–12250–300 µg15–18 U (0,15–0,18 ml)
Rekonstitution — Schritt für Schritt
  1. 3,0 ml bakteriostatisches Wasser mit steriler Spritze aufziehen.
  2. Langsam an der Vial-Wand einlaufen lassen — kein Schäumen.
  3. Sanft schwenken oder rollen, bis alles gelöst ist (nicht schütteln).
  4. Beschriften und bei 2–8 °C lichtgeschützt kühlen.

Benötigtes Material

Richtwerte (Supplies), um einen Zyklus vollständig durchzuplanen.

DauerVialsSpritzenBAC-WasserTupfer
8 Wochen≈ 2 Vials (5 mg)56 Insulinspritzen1 Fläschchen (10 ml)112 Alkoholtupfer
12 Wochen≈ 3 Vials (5 mg)84 Insulinspritzen1 Fläschchen168 Alkoholtupfer
16 Wochen≈ 4 Vials (5 mg)112 Insulinspritzen2 Fläschchen224 Alkoholtupfer

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Protokoll-Überblick

Ziel

Anstoß einer pulsatilen GH-Ausschüttung und Anhebung des IGF-1-Spiegels über die GHRH-Rezeptor-Achse auf Basis präklinischer und klinischer Evidenz.

Dosis-Bereich

100–300 µg täglich mit schrittweiser Titration.

Gabe

täglich abends subkutan

Zyklus

8–12 Wochen, optional bis 16 Wochen.

Wie es wirkt

Mechanismus

CJC-1295 (no DAC) ist ein verkürztes GHRH-Analog (Modified GRF 1–29) mit vier Aminosäure-Austauschen (D-Ala², Gln⁸, Ala¹⁵, Leu²⁷), die es gegen enzymatischen Abbau stabilisieren. Es bindet an die GHRH-Rezeptoren der Somatotrophen in der Hirnanhangsdrüse und stößt dort Synthese und pulsatile Freisetzung von körpereigenem Wachstumshormon an. Im Gegensatz zu direkt zugeführtem GH bleibt die physiologische Rückkopplung erhalten, sodass die Ausschüttung im natürlichen, getakteten Muster bleibt statt supraphysiologisch anzusteigen. Die kurze Halbwertszeit von etwa 30 Minuten — ohne die verlängernde DAC-Modifikation — erzeugt klar abgegrenzte GH-Pulse, die dem körpereigenen Sekretionsrhythmus nachempfunden sind. Humanstudien berichten anhaltende, dosisabhängige Anstiege von GH und IGF-1; kontrollierte Wirksamkeitsdaten am Menschen im großen Maßstab fehlen bislang.

Lagerung & Handhabung

Lagerung
  • Lyophilisiert bei 2–8 °C lagern; für längere Lagerung bei ≤ −20 °C einfrieren, Feuchtigkeit meiden.
  • Nach dem Auflösen bei 2–8 °C kühlen, innerhalb von 1–2 Wochen verwenden; wiederholtes Einfrieren/Auftauen vermeiden.
  • Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur bringen, um Kondensation zu vermeiden.
Wichtige Hinweise
  • Für jede Injektion eine neue sterile Insulinspritze verwenden und im Sharps-Container entsorgen.
  • Einstichstellen rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme), um lokale Reizungen zu reduzieren.
  • Langsam injizieren und vor dem Zurückziehen der Nadel kurz warten.
  • Bei Gaben ≤ 10 Einheiten (Woche 1–4) 30er- oder 50er-Insulinspritzen für bessere Ablesbarkeit nutzen.
  • Abends und nüchtern applizieren, um die nächtliche GH-Pulsatilität zu treffen.
  • Tagesdosis und Stellen-Rotation dokumentieren, um konsistent zu bleiben.
  • Humandaten zu CJC-1295 (no DAC) sind vorläufig; klinische Entscheidungen gehören in qualifizierte ärztliche Hand.

Klinischer Nutzen & Nebenwirkungen

Nutzen
  • Stößt in klinischen Untersuchungen eine pulsatile GH-Ausschüttung an und hebt bei fortlaufender Gabe den IGF-1-Spiegel (Humandaten zu GHRH-Analoga).
  • Wird mit Effekten auf die Körperzusammensetzung in Verbindung gebracht (mehr fettfreie Masse, weniger Fettmasse) — überwiegend präklinische bzw. GHRH-Analog-Literatur.
  • In der Literatur mit besserer Regeneration, Schlafqualität und Energie assoziiert.
  • GHRH-Analoga erhalten die körpereigene Rückkopplung — die GH-Ausschüttung bleibt im physiologischen Pulsmuster.
Grenzen
  • In der Regel gut verträglich; mögliche vorübergehende Effekte sind Reaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Schwellung), Hautrötung (Flushing) oder Kopfschmerzen.
  • Einzelne berichten von Wassereinlagerungen oder Kribbeln in den Extremitäten.
  • Langzeit-Sicherheit und Wirksamkeit beim Menschen sind noch nicht abschließend geklärt.

Lifestyle-Faktoren

Begleitende Faktoren
  • Mit einer ausgewogenen, proteinbetonten Ernährung passend zum Energiebedarf kombinieren.
  • Kraft- und Ausdauertraining verbinden, um metabolische Anpassungen und die GH-Antwort zu verstärken.
  • Schlaf und Stressmanagement priorisieren — GH wird überwiegend im Tiefschlaf ausgeschüttet.
  • Gabe im nüchternen Zustand (≥ 2 Stunden ohne Nahrung), um die GH-Freisetzung nicht durch Insulin-Spitzen zu dämpfen.
Person, die gesunde Lebensgewohnheiten lebt

Injektions-Technik

Subkutan

Stopfen und Haut mit Alkohol reinigen und trocknen lassen. Hautfalte greifen, Nadel im 45–90°-Winkel ins Unterhautgewebe einführen. Bei subkutaner Gabe nicht aspirieren; langsam und gleichmäßig injizieren. Einstichstellen systematisch rotieren (Bauch, Oberschenkel, Oberarme), um Lipohypertrophie zu vermeiden. Typisch vor dem Schlafengehen im nüchternen Zustand.

Häufige Kombinationen

Stack

Ipamorelin

Selektiver GH-Sekretagog — komplementärer Rezeptorweg, häufig als GH-fokussierter Stack geführt.

Zu Ipamorelin
Stack

MOTS-c

Metabolisch-mitochondrialer Longevity-Baustein.

Zu MOTS-c

Partner-Empfehlung: BIONIX Research ist ein Partner von LEVION. LEVION verkauft selbst nichts.

Häufige Fragen

Die Antworten, die du suchst — ohne Umschweife. Evidenzbasiert, wo die Forschung klar ist. Praxisnah, wo sie schweigt.

Wie wird CJC-1295 (no DAC) dosiert?
In Forschungsprotokollen 100–300 µg einmal täglich subkutan, mit Titration von 100 µg (Woche 1–2) über 150 und 200 µg auf 250–300 µg ab Woche 7 — bevorzugt abends und nüchtern.
Wie wird CJC-1295 (no DAC) rekonstituiert?
Ein 5-mg-Vial wird mit 3,0 ml bakteriostatischem Wasser gelöst — das ergibt 1,67 mg/ml, also ≈ 16,7 µg pro U-100-Einheit.
Was ist der Unterschied zwischen CJC-1295 mit und ohne DAC?
Die „no DAC"-Variante (Modified GRF 1–29) trägt keinen Drug-Affinity-Complex und hat eine kurze Halbwertszeit von ~30 Minuten — sie erzeugt discrete GH-Pulse und wird täglich dosiert. Die DAC-Version bindet an Albumin, wirkt über Tage und hebt den GH-Spiegel dauerhafter an.
Wie lange dauert ein CJC-1295-(no-DAC)-Zyklus?
Typisch 8–12 Wochen, optional bis 16 Wochen, danach eine Pause.
Womit wird CJC-1295 (no DAC) kombiniert?
Häufig mit Ipamorelin (selektiver GH-Sekretagog, komplementärer Rezeptorweg) oder mit MOTS-c für einen metabolischen Longevity-Fokus.

Woher diese Zahlen kommen.

Alles, was wir als konkrete Größe nennen, hat eine Quelle. Hier ist, woher die Zahlen auf dieser Seite stammen — und wo die Lücke zwischen Studie und Coaching-Erfahrung liegt.

Struktur · Mod GRF

Wikipedia — Modified GRF (1–29): Struktur, Aminosäure-Austausche & Pharmakokinetik der no-DAC-Variante.

Human · GH/IGF-1

Teichman S.L. et al., J. Clin. Endocrinol. Metab. (2006) — anhaltende Stimulation von GH und IGF-1 durch CJC-1295 bei gesunden Erwachsenen.

Tiermodell

Alba M. et al., Am. J. Physiol. Endocrinol. Metab. (2006) — einmal tägliches CJC-1295 normalisiert das Wachstum in der GHRH-Knockout-Maus.

Pulsatilität

Veldhuis J.D. et al., J. Clin. Endocrinol. Metab. (2006) — pulsatile GH-Sekretion bleibt unter kontinuierlicher CJC-1295-Stimulation erhalten.

GHS · IGF-1

PMC — GH-Sekretagog-Behandlung bei hypogonadalen Männern hebt den Serum-IGF-1-Spiegel.

GHRH-Analog · Metabolik

PMC — Effekte eines GHRH-Analogs (Tesamorelin) auf endogene GH-Pulsatilität & Insulinsensitivität.

Körperkomposition

PMC — jenseits des Androgenrezeptors: Rolle von GH-Sekretagoga für die Körperzusammensetzung bei hypogonadalen Männern.

Sicherheit · Review

PMC — Sicherheit und Wirksamkeit von GH-Sekretagoga (Übersichtsarbeit).

Injektion

Johns Hopkins Arthritis Center — subkutane Injektion (Anleitung).

Injektion · WHO

WHO — Leitlinie Sicherheitsspritzen (IM/ID/SC), 2016.

Injektion · CDC

CDC — subkutane Applikation (Winkel/Stelle, keine Aspiration).

Route

PMC — pharmakologische Aspekte der subkutanen Route.

CJC-1295 (no DAC) ist eine nicht zugelassene Forschungschemikalie. Die Angaben dienen ausschließlich Informations- und Forschungszwecken, sind keine zugelassene Fachinformation und kein medizinischer Rat. Kein Heilversprechen.